Margrit Zopfi und Esther Wyler wurden in der Rubrik Politik in den Kreis der 200 prominentesten Persönlichkeiten 2011 gewählt. www.ww-magazin.ch Esther Wyler wird vom Sozialdienst Ostermundigen entlassen! Lesen Sie dazu den Artikel in der Bernerzeitung unter dem Link http://bazonline.ch/bern/nachrichten/Sozialdienst-entlaesst-PrixCouragePreistraegerin-Esther-Wyler/story/27817176#kommentar
oder am Ende diesaer Seite als PDF
Freitag, 10. September 2010: Prix Courage 2010. Eine Gala für die Mutigen. Galafeier mit Preisübergabe Prix Courage 2010.
Namhafte
Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft wurden vom Beobachter
zu dieser Feier in die Schiffswerft in Zürich Wollishofen geladen. Margrit
Zopfi und Esther Wyler wurden mit dem Publikumspreis Prix Courage 2010 geehrt. Region«Wir wehren
uns gegen Kadavergehorsam»
Die beiden ehemaligen Mitarbeiterinnen des Zürcher
Sozialdepartementes Margrit Zopfi und Esther Wyler wollen Whistleblower
unterstützen und haben dafür einen Verein gegründet.
Mit «Procourage» wollen sie jenen beistehen, die «Unrechtes
und Ungutes» öffentlich machen. «Procourage» sei ein Forum, auf dem sich
Gleichgesinnte austauschen könnten, schreiben die beiden Vereinsgründerinnen
auf der Website www.procourage.ch.
Ziel
sei es Missstände in Verwaltung, Justiz, Politik und Wirtschaft nicht zu
vertuschen, sondern öffentlich zu machen. Mehrere Medien vermeldeten am
Mittwoch die Vereinsgründung vom letzten Samstag.
«Wir wehren uns gegen Kadavergehorsam, gegen die
Beamtenmentalität des schweigenden Vollstreckens und möchten eine Alternative
bieten zum gleichgültigen Mitläufertum», schreiben Wyler und Zopfi. Die erste
Aktivität von «Procourage» wird am kommenden Montag stattfinden: Im Kiwanis
Club Zürich-Oerlikon reden die beiden entlassenen Sozialhilfe-Controllerinnen
zum Thema «Zivilcourage = zu viel Courage?».
Kritik an Monika Stocker
Zopfi und Wyler machten im Frühling 2007 Missstände in der
Zürcher Sozialhilfe publik und griffen die Stadträtin Monika Stocker heftig an.
Die Stadt zeigte die beiden Frauen wegen Amtsgeheimnisverletzung an. Das
Bezirksgericht sprach die beiden fristlos Entlassenen zwar vollumfänglich frei,
die Stadt zog das Urteil jedoch ans Obergericht weiter. Das zweitinstanzliche
Urteil wurde noch nicht gefällt. Nebst dem Jobverlust hatten die beiden Frauen
auch zahlreiche Anfeindungen zu verkraften. (fsc/sda)
Leserkommentare aus der NZZ:
Peter Kuhn (10. März 2010, 15:12)
Respekt!
Absoluter
Respekt vor diesen beiden mutigen Frauen Zopfi und Wyler! Es sind
ausschliesslich diese beiden Frauen und die Weltwoche, die diesen grauenhaften,
unter dem Deckel gehaltenen Sozialamts-Sumpf, offen gelegt haben. Zur grossen
Peinlichkeit wurde diese Affäre von der Kommission Arbenz (FDP, er war schon in
die Affäre Nef involviert) nachweislich noch schöngeredet. Anstatt diesen
bewundernswerten Frauen, eine Medaille zu überreichen wurden sie, mit grosser
Gemeinheit, noch vor Gericht gezerrt. Der Gang an die Öffentlichkeit ist in
einem solchen Fall moralische Pflicht! Die Hauptverantwortliche Margrit Stocker
(Grüne), geht dabei, unbegreiflicherweise absolut unbehelligt aus der Affäre.
Ausser, dass sie ihren Job endlich abgeben musste, was ja das Mindeste ist.
Walter Schneider (10. März 2010, 10:57)
Respekt!
Diese
Frauen zeigen uns deutlich worum es geht: Um Lug und Betrug am Gemeinwesen
anzuprangern, notfalls auch auf Kosten der eigenen Arbeitsstelle und über die
Köpfe der Herrschenden hinweg. Unglaublich. Ich wünsche den Frauen viel Mut und
Unterstützung. Mein Respekt! W. S., ZH
Ernst Bucher (10. März 2010, 10:32) Meine Hochachtung
an die
beiden wackeren Frauen Zopfi und Wyler, die
versuchten den Sumpf von Monika Stocker auszutrocknen! Wie nötig ihr Mut war,
zeigte sich ja in zahlreichen Fällen des Sozialmissbrauchs in Millionenhöhe!
Wir brauchen unsere Steuergelder für dringendere Aufgaben! Die Gründung eines
Vereins zur Unterstützung von Beamten mit Zivilcourage finde ich eine clevere
konstruktive Idee, im Interesse aller integren Bürger. Gratuliere, Frau Zopfi unf Frau Wyler!!
Viel Erfolg! «Zivilcourage
wird
nicht bestraft»
Jetzt ist es gerichtlich
festgehalten: Die Missstände im Sozialdepartement der Stadt Zürich waren
so
gross, dass zwei Controllerinnen zu Recht an die Öffentlichkeit gingen.
Ihre
Amtsgeheimnisverletzung wird nicht bestraft. Sie erhalten sogar
Genugtuung und
eine Prozessentschädigung.
mehr ....
http://www.a-z.ch/news/vermischtes/zivilcourage-wird-nicht-bestraft-3453566
«Ich bin nicht wütend,
aber
traurig»
Margrit
Zopfi
machte Missstände im Sozialamt publik und steht 2010 vor Obergericht.
Margrit
Zopfi muss sich
wegen Amtsgeheimnisverletzung vor Obergericht verantworten. Die
Situation
erfordere viel Kraft, sagt die 59-Jährige: «Aber in der Zeit, in der ich
als
Controllerin arbeitete und über die Missstände Bescheid wusste, aber
nichts
dagegen tun konnte, war es schlimmer.»
mehr
.....
http://www.a-z.ch/news/vermischtes/ich-bin-nicht-wuetend-aber-traurig-5456759
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Der Whistleblower-Prozess
Anlass zum sog. Whistleblower-Prozess Zopfi / Wyler gegen
Sozialdepartement Zürich gaben eine Reihe von Artikeln in der Weltwoche, welche
in der Zeit Februar - September 2007 vom Journalisten Alex Baur publiziert
wurden. In diesen Artikeln wurde das System Sozialhilfe, so wie es in den
Sozialen Diensten Zürich praktiziert wurde, anhand konkreter Einzelfälle
aufgerollt. Krasse Systemmängel in der Ausrichtung der Sozialhife führten dazu,
dass Sozialhilfe sytematisch erschlichen und zweckentfremdet wurde, oder aber
auch einfach zu leicht zu haben war. Margrit Zopfi und Esther Wyler, welche zum
damaligen Zeitpunkt u.a. als Controllerinnen in den Sozialen Diensten tätig
waren, konnten diese Mängel nicht mehr hinnehmen und wandten sich - da interne
Kritik aussichtslos war - auf diesem Wege an die Oeffentlichkeit. In der Folge
entbrannte schweizweit die sog. Sozialhilfedebatte. Wie in Zürich kam es auch
in der Stadt Bern zu heftigen Diskussionen, welche immer auch eine
weitreichende politische Dimension hatten. Im Oktober 2007 wurden Margrit Zopfi
und Esther Wyler am Arbeitsplatz verhaftet und in der Folge wegen
Amtsgeheimnisverletzung angeklagt. Das Sozialdepartment unter Monika Stocker
lancierte zweifelhafte Gutachten von "Experten", welche bezeugen
sollten, dass die Sozialhilfe in der Stadt Zürich tadellos ausgerichtet
würde.Eine Untersuchung der Universität St. Gallen, vom Stadtrat der Stadt
Zürich selbst in Auftrag gegeben, ortete jedoch grosse Risiken und chaotische
Zustände im System der Sozialhilfe in der Stadt Zürich.
Im Zuge der Auseinandersetzungen reichte Monika Stocker im Februar
2008 ihren Rücktritt ein bzw. trat Ende Juli 2008 zurück. Margrit Zopfi und
Esther Wyler, welche durch die Anklage der Amtsgeheimnisverletzung ihren Job
verloren, wurden am 17. September 2009 vom Bezirksgericht Zürich in erster
Instanz freigesprochen. Die Klägerseite reichte Berufung ein und im Moment ist
die nächste Hürde das Obergericht. Es steht noch kein Verhandlungstermin fest.
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